Hey!
In den letzten Tagen hatte ich zum ersten Mal seit längerem das Gefühl, dass mein Kopf wieder Platz hat. Keine vollgepackten Wochen, keine dichten Kalenderseiten – einfach ein bisschen Luft. Und ich merke: Es tut mir unfassbar gut.
Dieses bewusstere Tempo. Dieser kleine, stille Moment, bevor der Tag überhaupt beginnt.
Ich hab mir nämlich angewöhnt, morgens direkt mit Lotta rauszugehen. Einfach Jacke überwerfen, Hund schnappen, raus. Die halbe Stunde, in der es noch nicht richtig hell ist, die Luft nach feuchter Erde riecht und dieser leichte Nebel hochsteigt – das ist schon fast mein Lieblingsmoment der Woche geworden. Ich merke es den ganzen Tag. Der Nacken ist weicher, die Gedanken sind leichter, und ich bin irgendwie… freundlicher zu mir selbst.
Und genau so war die ganze Woche: ein bisschen sanfter. Ich habe öfter den PC früher zugemacht (hab´s tatsächlich an 3 von 5 Tagen geschafft🎊), war mehr mit meiner Familie zusammen, hab Lotta lang gekrault, bin spazieren gewesen, hab geatmet statt gehetzt. Na gut, klar gibt´s auch manchmal Stress, aber das darf auch mal sein, wird ja dann auch wieder anders. Und ich hab gekocht – aber wieder mit diesem Gefühl von „einfach“ statt „perfekt“.
Lachs mit Spinat und Käse, fertig geschichtet und direkt wieder in den Freezer. Eine Linsen-Bolognese, die drei, vier Tage im Kühlschrank überlebt, ohne Drama. Ein großer Topf Rindfleisch-Eintopf, natürlich mal wieder was davon eingefroren für „wenn ich mal nicht so viel vorkochen kann/will. Und ja… Königsberger Klopse. Mein persönliches Winter-Umarmungsgericht. Alles gekocht, alles gegessen, alles ein bisschen liebevoller als sonst.
Vielleicht kennst du das: Manchmal kommt dieses Bedürfnis nach Rückzug, nach Einfachheit, nach weniger. Und dann erinnerst du dich an Dinge, die eigentlich völlig selbstverständlich sein sollten – aber es im Alltag oft nicht mehr sind.
Ich musste diese Woche plötzlich an die Lockdown-Zeit denken. Eine Zeit, die gleichzeitig schwer und irgendwie heilsam war. Jedenfalls hab ich´s so empfunden. Nicht, weil man plötzlich so viel geschafft hat. Sondern weil man wieder gemerkt hat, wie gut es tut, wenn nicht alles möglich ist. Wenn man drinnen sitzt und spielt. Wenn man den Garten plötzlich wieder wahrnimmt. Wenn man merkt: Diese kleinen Dinge reichen. Sie haben gereicht, und sie reichen immer noch.
Warum brauchen wir ständig mehr? Oder DENKEN, wir brauchen mehr… Oder warum wollen wir immer mehr neue tollere Aktionen machen? Warum reicht nicht einfach mal, was IST? Das ist mir wieder richtig bewusst geworden, und ich finde, dieses Gefühl nimmt gleich mal eine ordentliche Portion Druck einfach weg.
Und genau das nehme ich mit in diese zweite Staffel. Nicht nur fürs Leben, sondern natürlich auch fürs Essen. Wir müssen nicht immer neue Rezepte jagen. Manchmal reicht es, die Klassiker zu kochen, die wir lieben. Dinge, die wärmen. Dinge, die uns nichts beweisen wollen. Vielleicht ist das sogar der Kern von Mealprep: dass es uns erlaubt, durch bekannte Gerichte ein bisschen Ruhe in die Woche zu bringen.
Und falls du gerade viel unterwegs bist: Ich hab mir dafür ein kleines „Meal-Prep-to-go“ (20 Ideen) zusammengeschrieben – es liegt einfach hier, falls du reinschauen magst.
Heute Nachmittag kommen Freundinnen zu mir. Glühwein, Plätzchen, Reden. Einfach mal wieder zusammensitzen, ohne großen Anlass. Es fühlt sich an wie ein schöner Übergang in diese zweite Staffel: weniger Lärm, mehr Nähe.
Ich freu mich sehr, dass du hier bist – und dass wir gemeinsam in ein bisschen langsamere Wochen starten. Die Art von Wochen, die wieder Platz zum Atmen lassen.
Ganz liebe Grüße und bis zum nächsten Newsletter!
Christine
Miss Kitchenpenny 💛