Hey!
Diese Woche war… ruhig.
Nicht im Sinne von „nichts los“. Eher im Sinne von „Ich hab endlich mal aufgehört, alles gleichzeitig zu wollen“.
Ich hab ja letzte Woche schon erzählt, dass ich energiemäßig ziemlich an meine Grenzen gekommen bin – und das hat sich auch noch in diese Woche gezogen.
Aber diesmal war es anders.
Ich hab angefangen, wirklich langsamer zu werden.
Nicht nur einen Gang runterzuschalten, sondern gleich ein paar.
Ich hab aufgehört, alles sofort fertig machen zu wollen. Ich hab aufgehört, immer „noch mehr“ zu denken – noch besser, noch perfekter, noch produktiver. Und stattdessen hab ich einfach mal bewusst was liegen lassen.
Nicht aus Faulheit. Sondern, weil es einfach okay ist. Weil es auch ohne mich weitergeht.
Und das war so ein schöner Gedanke: Dass man nicht ständig an sich herumoptimieren muss, um wertvoll zu sein. Dass man nicht immer in Bewegung sein muss, um voranzukommen.
Manchmal ist Stillstand die eigentliche Bewegung.
Meine Schwester war bis Dienstag da. Wir haben uns noch ein paar schöne Tage gemacht – lange Frühstücke, Spaziergänge, gute Gespräche. Dann hab ich sie am Nachmittag zum Zug gebracht, und obwohl es wie immer ein bisschen wehmütig war, war da gleichzeitig ganz viel Ruhe in mir. Diese Woche hat mir wieder gezeigt, wie gut es tut, wenn man sich einfach erlaubt, Dinge langsamer zu machen.
Und das hat sich auch in der Küche gezeigt. Ich hab für diese Woche nichts vorbereitet. Kein Mealprep, keine großen Portionen, kein Vorkochen. Und das war völlig in Ordnung. Denn über die letzten Wochen ist in meinem Gefrierschrank – fast unbemerkt – ein richtiges kleines Buffet entstanden.
Immer wenn ich was frisch gekocht habe, hab ich Reste eingefroren. Kleine Portionen, einzeln verpackt, gut beschriftet. Und plötzlich war da so viel.
Eintöpfe, Nudelgerichte, Soßen, ein paar Suppen, sogar ein Rest Tiramisu von letzter Woche (ja, ich hab ihn entdeckt 😄). Und jetzt, wo ich keine Energie fürs große Kochen hab, ist genau das Gold wert.
Ich öffne einfach die Gefrierschranktür und denk: „Was hätt ich denn heute gern?“
Und das Schönste ist: Es fühlt sich trotzdem frisch an. Trotzdem selbstgemacht. Nur ohne Stress.
Ich glaub, das war mein Aha-Moment der Woche:
Dass Mealprep nicht immer bedeuten muss, sich Sonntag in die Küche zu stellen und fünf Stunden vorzukochen. Manchmal entsteht das Beste ganz nebenbei – über Wochen hinweg. Ein Vorrat aus lauter kleinen Momenten, die man irgendwann ganz dringend braucht.
Ich bin im Moment immer noch sehr im Herbstmodus.
Ich liebe die Sonne, die sich nochmal so schön zeigt, die bunten Blätter, das goldene Licht. Ich sauge das richtig auf, bevor alles grau wird. Gleichzeitig bin ich müde. Nicht traurig-müde, sondern so… herbstmüde. Ruhig. Langsam.
Ich hab mir vorgenommen, das jetzt auch wirklich zuzulassen.
So wenig Termine wie möglich. So viel Spontanität wie möglich. Einfach morgens schauen: „Wonach ist mir heute?“ statt „Was steht alles an?“
Und ich merke, wie gut mir das tut.
Wie sich mein Kopf leert.
Wie ich wieder Zeit für die kleinen Dinge sehe.
Wie zum Beispiel diesen Moment: Ich sitze im Büro, vertieft in die Arbeit, als plötzlich ein kleiner Zettel unter der Tür durchgeschoben wird. Ein Herz drauf. Und in krakeliger Kinderschrift: „Mama, ich hab dich so unendlich lieb.“
Ich hab den Zettel in der Hand gehalten und gedacht:
Das ist es.
Das ist das, worum’s eigentlich geht. Nicht um mehr Effizienz oder To-do-Listen. Nicht um das perfekte System. Sondern darum, Zeit und Kopf frei zu haben für genau solche kleinen Gesten. Für die Dinge, die das Leben leise, aber echt machen.
Ich bin schon gespannt, was ich dir nächsten Samstag erzählen kann. 💛
Bis dahin – fühl dich gedrückt!
Christine
von Miss Kitchenpenny 🧡