Staffel 2 – Folge 9: Mein Alltag besteht gerade aus Kaffee, Pause und fünf Minuten Spaziergang.

Hey!

Diese Woche habe ich wieder gemerkt, wie sensibel mein Körper momentan auf alles reagiert.

Eigentlich hatte ich am Wochenende das Gefühl, zwei ganz ruhige Tage gehabt zu haben. Ich habe nichts Großes gemacht. Ein bisschen Haushalt, ein paar kleine Dinge im Alltag – aus meiner Sicht wirklich entspannt.

Aber genau davor hatte mich mein Arzt von Anfang an gewarnt:
nicht zu schnell wieder zu viel wollen.

Und genau das ist passiert.

Am Montag ist mein Blutdruck wieder so stark hochgeschossen, dass es mir richtig schlecht ging. Für einen Moment dachte ich schon, wir müssten wieder den Arzt anrufen. 😳

Zum Glück habe ich es diesmal relativ schnell wieder runterregulieren können. Aber es war ein ziemlich deutlicher Hinweis meines Körpers.

Also habe ich am nächsten Tag im Grunde noch einmal komplett von vorne angefangen.

Wieder ein Neustart.

Ich habe mich komplett ausgeruht.
Am nächsten Tag habe ich mit einer einzigen kleinen Haushaltsaufgabe begonnen.
Und danach bin ich fünf Minuten mit dem Hund spazieren gegangen. Nicht länger.

Mehr nicht.

Und sonst habe ich mich wieder komplett still gehalten.

Am nächsten Tag ging es mir tatsächlich schon wieder besser.

Das zeigt mir gerade sehr deutlich, wie sensibel mein Körper momentan auf jede Form von Stress oder Aktivität reagiert. Und dieses Gefühl ist komplett neu für mich.

Ich muss meinen Alltag im Moment ganz anders gestalten.

Und ehrlich gesagt: Das fällt mir schwer.

Gerade jetzt, wo der Frühling langsam kommt. 🌸
Die Sonne scheint wieder öfter. 🌞

Und ich am liebsten draußen im Garten wäre und tausend Dinge machen würde.

Aber genau das geht gerade nicht.

Und dieses Gefühl, etwas zu wollen, aber nicht zu können, ist ein ziemlich großes Learning für mich.

Weil mir immer mehr bewusst wird, was ich meinem Körper in den letzten Jahren eigentlich zugemutet habe – ohne auf die kleineren Warnzeichen zu hören, die wahrscheinlich schon lange da waren.

Mit dem Essen haben wir es diese Woche deshalb sehr einfach gehalten.

Wir konnten immer noch einiges aus dem Freezer aufbrauchen, was ich irgendwann einmal vorbereitet hatte. Und an den anderen Tagen haben wir einfach improvisiert.

Unsere Ansprüche sind gerade ziemlich runtergeschraubt.

Nudeln mit Tomatensauce.
Eine einfache Nudelsuppe.
Gebratener Reis.

Mehr braucht es gerade ehrlich gesagt gar nicht.

Und Tom hat zwischendurch auch immer wieder etwas mitgebracht, wenn wir gemerkt haben, dass gerade einfach nicht mehr drin ist.

Das funktioniert erstaunlich gut.

Man merkt in solchen Situationen plötzlich, wie wenig man eigentlich wirklich braucht.

Auch mein Alltag selbst ist gerade viel ruhiger geworden als sonst.

Meine Vormittage beginnen im Moment damit, dass ich mir erlaube, einfach ein bisschen länger liegen zu bleiben, bis ich merke, dass mein Körper stabil genug ist aufzustehen. Zum Glück hat Tom morgens meistens schon Kaffee gemacht, sodass ich mir direkt eine Tasse holen kann. Das reicht dann erstmal völlig.

Ich frühstücke etwas Kleines, sitze einfach nur da und schaue aus dem Fenster. Ganz bewusst ohne Handy.

Danach mache ich mich fertig, lasse Lotta einmal im Garten herumtollen und mache dann wieder Pause. Oft lese ich ein paar Seiten in einem Buch oder höre ein Hörbuch. Einmal vormittags mache ich außerdem eine Meditation, die mich inzwischen unglaublich gut beruhigen kann. Das hat für mein Energielevel wirklich einen großen Unterschied gemacht. 

Mehr als eine halbe Stunde bis maximal eine Stunde Arbeit für Miss Kitchenpenny 📲 ist vormittags meistens nicht drin. Und das ist gerade auch völlig okay.

Das Schönste an meinen Tagen ist im Moment tatsächlich der Nachmittag. Fast jeden Tag kann ich mich für eine Weile draußen in den Liegestuhl legen. In der Sonne ist es überraschend warm, und diese warmen Sonnenstrahlen im Gesicht tun einfach unglaublich gut.

Manchmal gieße ich ein paar Blumenkübel.
Manchmal schaue ich einfach nur zu, wie Lotta durch den Garten flitzt.

Und manchmal sitzen wir einfach alle zusammen am Tisch, essen etwas ganz Einfaches und erzählen uns, wie der Tag war. Nichts Besonderes – aber genau diese kleinen Momente fühlen sich gerade sehr wertvoll an.

Was mich diese Woche am meisten beschäftigt hat, ist dieser Gedanke:

Wie selbstverständlich ich früher davon ausgegangen bin, dass mein Körper einfach immer funktioniert.
Dass ich einfach weitermachen kann.
Dass ich alles schaffe.
Und wie schnell sich dieses Gefühl verändern kann.

Im Moment lerne ich gerade, viel genauer hinzuhören.

Und auch zu akzeptieren, dass Dinge vielleicht eine Zeit lang einfach langsamer gehen müssen.

Trotzdem fühlt sich diese Woche auch vorsichtig optimistisch an.

Nicht, weil plötzlich alles wieder gut ist.

Sondern weil ich langsam anfange zu verstehen, wie ich mit dieser Situation umgehen muss.

Schritt für Schritt – und sehr langsam.

Und mit deutlich mehr Pausen, als ich es früher zugelassen hätte.

Auch bei meinem neuen Mitkoch-Programm Mealprep Home gehe ich deshalb gerade bewusst anders vor.

Ich habe mir für die Fertigstellung jetzt einfach etwas mehr Zeit eingeräumt.

Nicht, weil ich weniger Motivation habe – im Gegenteil.
Ich möchte, dass dieses Programm wirklich richtig gut wird.

Aber ich arbeite jetzt in sehr kleinen Schritten daran.

Ein bisschen planen.
Ein paar Ideen aufschreiben.
Eine Kochsession vorbereiten.

Und dann wieder Pause.

Der Launch-Zeitpunkt bleibt deshalb erst einmal offen.

Aber ich freue mich darauf, dieses Projekt nach und nach weiter aufzubauen.

Für alle, die neugierig sind:
Die unverbindliche Warteliste für Mealprep Home ist weiterhin geöffnet.

Und jetzt gehe ich wieder genau den Weg, den mein Körper gerade vorgibt:

Langsam.
Mit vielen Pausen.
Und mit dem festen Plan, diesmal wirklich zuzuhören.

Wir lesen uns nächste Woche wieder.
Christine 💛

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