Hey!
Nach der letzten Mail haben mir einige geschrieben.
Und ich habe gemerkt: Ich möchte noch ehrlicher werden.
Gesundheitlich geht es mir inzwischen so, dass die große Panik weg ist. Diese Angst vor etwas Schlimmem, Unkontrollierbarem, ist leiser geworden. Der Blutdruck ist mit Medikamenten stabilisiert. Aber mein Körper ist es noch nicht.
Ich bin weiterhin sehr schwach. Ich kann kaum etwas machen. Ich muss Stress vermeiden – oder aktiv dagegen arbeiten. Atemübungen. Pausen. Rückzug.
Und dann kam die eigentliche Erkenntnis.
Gemeinsam mit meinem Hausarzt haben wir herausgefunden, was den Blutdruck so eskalieren ließ:
Burnout. Und ein Fatigue-Syndrom – chronische Erschöpfung durch zu viel Stress über viele Jahre.
Zehn Jahre!
Ich schreibe dir das nicht für Aufmerksamkeit.
Und ich schreibe es auch nicht, um Mitleid zu bekommen.
Ich müsste das hier nicht teilen.
Aber wenn nicht hier – wo dann?
Diese Samstagsnewsletter sind das Persönlichste, was ich mit dir teile. Und vielleicht kann genau das hier jemanden wachrütteln.
Ich habe meinen Stress nicht ernst genug genommen.
Ich habe gemerkt, dass ich überfordert bin – aber ich habe immer gedacht: „Ich krieg das schon hin.“
Ich habe versucht, Pausen zu machen. Langsamer zu werden. Aber innerlich wollte ich immer mehr. Mehr schaffen. Mehr entwickeln. Mehr optimieren.
Und irgendwann sagt der Körper: Jetzt reicht es.
Was mich in den letzten Wochen am meisten beschäftigt hat, ist diese Erkenntnis:
Man braucht im Leben eigentlich unfassbar wenig.
🚫Ich brauche keine 150 bereisten Länder.
Keine zehn Hobbys.
Keine perfekt gestylte Wohnung.
Keinen riesigen Freundeskreis.
💫Ich brauche meine Gesundheit.
Meine Familie.
Ein oder zwei Menschen, auf die ich mich zu 1000 % verlassen kann.
Ein Bett. Einen Herd. Sonne auf der Haut.
Mehr nicht.
Alles andere ist Bonus.
In dieser Zeit hat mich auch etwas anderes getragen:
Mein Mann Tom hat einfach übernommen. Ich habe ihm immer wieder einen Plan aus meinem Unendlichen Mealprep-Wochenplan in die Hand gedrückt, er ist mit dem fertigen Einkaufszetel einkaufen gegangen und hat nach der Anleitung mealgepreppt. Ohne Stress. Ohne Diskussion. Ohne „Was sollen wir essen?“.
Und ich saß da und dachte: Ich bin mal wieder von meinem eigenen Produkt begeistert. (Grins). Das kann einfach jeder machen, und schon bist du entlastet. 👩
Vielleicht liest du das heute und denkst: „Ich bin doch gar nicht so gestresst.“
Vielleicht auch: „Ich merke schon länger, dass es mir zu viel ist.“
Ich möchte dich nicht erschrecken.
Aber ich möchte dich ermutigen, ehrlich hinzuschauen.
Was kannst du weglassen?
Was musst du nicht mehr tragen?
Wo könntest du langsamer werden, bevor dein Körper dich zwingt?
Ich lerne gerade neu, was wirklich zählt.
Und ich glaube, diese Lektion wird bleiben.
Wir lesen uns nächsten Samstag.
Wir lesen uns nächste Woche wieder.
Christine 💛