Hey!
Diese Woche war mal wieder so eine, die mich sehr glücklich gemacht hat – aber auch ein bisschen an meine Energiegrenzen gebracht hat. Meine Schwester aus Hamburg ist zu Besuch gekommen. Wir sehen uns nicht so oft, deswegen sauge ich diese Tage immer richtig auf. Wir haben ganz viel geredet, sind rausgegangen, haben Kaffee getrunken, waren unterwegs und haben einfach nur genossen, zusammen zu sein.
Und trotzdem habe ich gemerkt: Ich muss gut auf mich aufpassen. Ich merke im Alltag oft erst recht spät, wenn es eigentlich Zeit wäre, mal eine Pause zu machen. Ich funktioniere dann einfach weiter – Küche, Kind, Hund, Business, Besuch – und denke: „Ach, geht schon noch.“ Erst wenn ich abends auf der Couch sitze, merke ich: „Wow, du bist eigentlich durch.“ Daran arbeite ich gerade. Nicht erst Pause machen, wenn schon nichts mehr geht, sondern vorher.
Damit ich in dieser Woche nicht dauernd in der Küche stehen muss, hab ich am Anfang gleich ein paar Sachen vorbereitet. Nicht so ein XXL-Mealprep wie sonst, sondern ganz bewusst: „Was brauchen wir wirklich?“ Weil wenn Besuch da ist, isst man eh öfter unterwegs, gönnt sich mal was, ist flexibler. Da wäre es total schade, wenn ich zehn Gerichte vorkoche und dann landet die Hälfte im Müll. Also habe ich es diesmal schlau gemacht.
Ich hab ein kinderfreundliches Tiramisu vorbereitet – ohne Kaffee, mit Kakao, ohne Alkohol. So mögen wir es hier alle am liebsten. Und das ist für mich Mealprep in seiner schönsten Form: etwas, das mit jedem Tag im Kühlschrank besser wird. Das konnte ich zwei, drei Tage stehen lassen und wir haben es immer wieder gegessen – nachmittags, nach einem Spaziergang, am Abend vorm Fernseher.
Dann hab ich Nudeln vorgekocht. Die sind für mich ja eh die Geheimwaffe, wenn Besuch da ist. Wir haben uns daraus an einem Abend, an dem wir müde waren und eigentlich nur „etwas Warmes“ wollten, einen richtig schnellen Auflauf gebaut: Nudeln, bisschen Soße, bisschen Käse, ab in den Ofen, fertig. Essen, Kuscheldecke, Sofa – alle glücklich. 🍂🍴
Dann hab ich Sandwiches vorbereitet. Aber nicht so langweilige. Sondern mit Sandwichsoße, Schinken, Käse, ein paar Kräutern. Die hab ich in die Boxen gepackt und wir haben sie auf eine kleine Wanderung mitgenommen. Vorher nur noch schnell ein Salatblatt und ein paar Gurkenscheiben draufgelegt – zack, sah es frisch aus, schmeckte frisch und wir mussten unterwegs nicht „irgendwas“ kaufen. Ich mag das Gefühl total, wenn ich unterwegs etwas Vernünftiges dabeihabe. Nicht dieses „Okay, dann eben doch wieder Breze und Teilchen vom Bäcker“, sondern: Wir haben vorgesorgt.
Außerdem hab ich eine Linsenbolognese gemacht (unsere Alltagsheldin). Dazu haben wir abends einfach Kartoffeln gekocht – und zack, war das ein richtiges, sättigendes Essen. Wenn du meine Variante noch nicht kennst: Das ist genau so ein Gericht, das ich in meinem Rezept-Fundus immer wieder benutze, weil es so vielseitig ist.
Und dann kommt der vielleicht wichtigste Satz der Woche: Ich hab ganz bewusst nicht mehr gekocht. Wir waren ja auch beim Lieblingsitaliener (Alfonso – er ist wirklich sehr gut 😄) und haben uns einmal so richtig eine Pizza gegönnt. An einem anderen Tag gab’s ein göttliches Schnitzel mit Bratkartoffeln.
Und das ist genau der Punkt: Mealprep heißt für mich nicht, dass man jeden Tag vorkochen muss. Es heißt, dass man weiß, an welchen Tagen man nichts braucht.
Ich hab diese Woche wieder gemerkt: Ich muss nicht für 7 Tage vorkochen, wenn ich nur an 4 Tagen zu Hause bin. Lieber zu wenig als zu viel. Lieber 1–2 Sachen im Kühlschrank haben, als mich zu ärgern, dass Essen schlecht wird. Das gebe ich dir einmal als Denkanstoß mit. 😍
Gleichzeitig merke ich aber auch: Ich bin müde. Herbstmüde. Nicht im Sinne von „ich kann nicht mehr“, sondern so ein leises „mein Akku ist nicht ganz voll“. Deshalb lasse ich jetzt auch mal meine Blutwerte checken. Einfach, um zu schauen: Ist es nur die Jahreszeit? Oder braucht mein Körper gerade ein bisschen Unterstützung? Das gehört für mich genauso zu Mealprep wie Vorratsdosen – dieses gut auf sich achten.
Und sonst? Ich freu mich auf die nächste Woche. Ein bisschen Garten, ein bisschen „vor dem Winter alles fertig machen“, unseren Strandkorb verabschieden (🥲), ein bisschen Wohnung gemütlich machen, Lesen im XXL-Sessel. Ich hab mir ja selbst verboten, neue Bücher zu kaufen, bevor die alten nicht gelesen sind – es stapelt sich hier nämlich. Aber genau solche ruhigen Abende sind gerade mein Ausgleich. Kakao, Spekulatius (ja, wir sind solche Menschen), Decke, Serie. Und dann ist die Welt wieder gut.
Schauen wir mal, was ich dir im nächsten Newsletter erzählen kann. 💛
Bis dahin: Ganz liebe Grüße von mir – und: Mach mal Pause.
Christine
von Miss Kitchenpenny 🧡